Der Vorstand der SPD-Enzkreis traf sich am vergangenen Mittwoch zur einer entscheidenden Sitzung im Heimsheimer TSV-Sportheim "Auf der Wanne". Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Festlegung des Nominierungsverfahrens für die Kandidaten zur Landtagswahl im kommenden Jahr. Zur Diskussion standen laut jüngster Satzungsänderung zwei Alternativen. Die Vorstandsmitglieder mussten entscheiden, ob eine Delegiertenkonferenz oder eine Versammlung der im Enzkreis wohnhaften SPD-Mitglieder die Benennung des bzw. der Bewerber vornehmen soll.
Schon frühzeitig hat sich der bisherige Landtagsabgeordnete der SPD im Enzkreis, Thomas Knapp, um eine erneute Kandidatur beworben. Als Zweit-bewerber kandidiert Kreisvorsitzender Timo Steinhilper.
In einer sehr regen und offenen Diskussion wechselten die anwesenden Vorstandsmitglieder und Vertreter der SPD-Ortsvereine ihre Argumente für und wider der beiden Nominierungsverfahren. Sowohl die Tatsache, dass jeweils nur ein Kandidat zur Verfügung stehe - im Gegensatz zu den Kollegen aus dem Wahlkreis Pforzheim - als auch die über-schaubare Beibehaltung des Delegiertensystems seien für das Verfahren ausschlaggebend. Als am Ende der Diskussion der Vorsitzende Timo Steinhilper zur Abstimmung des vom Vorstand eingebrachten Antrags pro Mitgliederver-sammlung aufrief, votierten die Stimmberechtigten mit vier zu vier Stimmen. Somit war der Antrag abgelehnt. Es bleibt nun also wie bisher beim Delegiertenverfahren. Die nun durchzuführende Nominierungskonferenz wird am 25. Juni stattfinden. Ort und Räumlichkeiten werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
Kurt W. Bickel