Das war ein schöner Nachmittag, sie war uns vor Jahren ganz nah, in Pforzheim. So mancher der Alten bekommt feuchte Augen, wenn sie/ er sich an die Kämpfe erinnert, die wir für sie und mit ihr gekämpft haben. Das ist ein Vorzug des Alters, dass Erinnerungen nicht verboten sind. Und nun stand sie wieder unter uns, wie in früheren Jahren, immer tatendurstig, kampfeslustig, kundig und schlagfertig. Und – sie hat an Persönlichkeit gewonnen. Schön, das zu erleben.
Da waren sie auch wieder, die guten alten und immer wieder jungen SPD–Themen: Teilhabe an den Werten und Gütern des Lebens für alle, Teilhabe durch Bildung, sozialer Aufstieg durch Ausbildung, gelernt haben, die Unbilden und Untiefen des Lebens zu beherrschen, ihnen ausgesetzt sein, nicht aber ausgeliefert.
Und dann kam er, der entscheidende Satz für das Superwahljahr: „Wahlkämpfer müssen eine Sprache sprechen, die beim Volk ankommt.“ Ja das hat „ins Schwarze getroffen“. Daran müssen wir uns messen lassen, daran werden wir auch sie messen. Was sollen alle diese schönen, bunten, gepflegten Faltblätter, Hefte, Broschüren, nur - wer versteht den Text, nur eine Elite? Jeder, insbesondere die Frauen und Männer an der Basis der SPD, die sollen sie verstehen.
Was sprachen die Menschen der Basis mit ihrer Landesvorsitzenden?
Dieses eine kam immer wieder: Von seiner Hände Arbeit muss jeder leben können, auch die Frauen, die so oft leider immer noch deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Wir brauchen persönliche Haftung der Manager. Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Jumbo-Gehälter bei den Unternehmen muss eingeschränkt werden. Das Kapital soll dienen, nicht herrschen. Wir haben gute Sparkassen im Land. Da gehört das Geld hin, nicht zu Finanzjongleuren. Geld soll Zahlungsmittel sein und sonst gar nichts. Da fordert einer eine Börsenumsatzsteuer. Nichts neues, gab es schon mal. Muss nur wieder eingeführt werden. Da wird so viel nach Schuldigen gesucht.
Was wird denn nun getan, sprich vom Staat geregelt, dass so ein Absturz nicht wieder passiert? Ein Grundsatz in der freien Wirtschaft: Wenn jeder egoistisch handelt, dann geht es der Allgemeinheit am besten. Wirklich? Da stimmt doch wohl was nicht. Bitte ganz von vorn nachdenken.
Das war nicht Ute Vogt, das war Volkes Stimme in der Diskussion. Jetzt lassen wir aber noch mal Ute Vogt zu Wort kommen. Erzieherinnen, früher nannte man sie Kindergärtnerinnen, die werden schlecht bezahlt Die arbeiten ein paar Jahre, dann machen sie was anderes, wenig Geld und keine Aufstiegsperspektive. Das muss dringend geändert werden. Bei den Kleinsten fängt es an, da liegen schon, wenn es schlecht läuft. erste Keime späterer Probleme in Schule und Ausbildung.
Ute Vogt kandidiert wieder für den Bundestag, im Wahlkreis Stuttgart. Man spürt, wie die Landesvorsitzende dieser zusätzlichen neuen – alten - Aufgabe entgegenfiebert. Wir wünschen ihr eine glückliche Hand.